Saisonkalender Mai

Saisonware im Mai: Spargel, Rhabarber, Erdbeeren, Kohlrabi, Radieschen, Spinat und Kopfsalat, Beispielfoto (digital erstellt)Beispielfoto (digital erstellt)

Alles neu macht der Mai. Der Sommer steht spürbar vor der Tür und der Körper verlangt nach gesunden und leichten Gerichten.
Der Saisonkalender Mai wird Ihnen beim nächsten Einkauf behilflich sein, denn hier erfahren Sie, welche Gemüse- und Obstsorten diesen Monat saisonal sind. Zu den frisch geernteten Gemüsesorten gehören im Mai vor allem Kohlrabi, Radieschen, Spargel, Spinat und diverse Blattsalate. Obstliebhaber erfreuen sich im Mai besonders an Erdbeeren und Rhabarber.

Bärlauch

Frische Bärlauchblätter, einige in Streifen geschnittenBeispielfoto (digital erstellt)Bärlauch wächst im Frühjahr in feuchten Laubwäldern, die Saison reicht von Mitte März bis Anfang Mai. Die Blätter lassen sich mit giftigem Maiglöckchen und Herbstzeitlose verwechseln, nur Bärlauch riecht beim Zerreiben deutlich nach Knoblauch; sicherer ist Ware aus Anbau. In ein feuchtes Tuch gewickelt hält er sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank und schmeckt als Pesto, in Suppen, Butter und Quark.

Rezeptideen Bärlauch

Blattsalat

Blattsalat
Der Sommer naht und allmählich wächst das Verlangen nach erfrischenden und leichten Mahlzeiten. Passend dazu beginnt im Mai die Erntezeit diverser Blattsalate wie Lollo Rosso, Batavia und Endiviensalat.
In Kombination mit einem fruchtig-leichten Dressing und frischen Zutaten wie Tomaten und Gurke erhalten Sie im Handumdrehen ein vitaminreiches und leichtes Gericht für die warmen Tage.

Rezeptideen Salat

Blumenkohl

BlumenkohlBlumenkohl ist eine kalorienarme Gemüsesorte und enthält reichlich Mineralstoffe und Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin C und K. Erhältlich ist der Blumenkohl zwar das ganze Jahr über, aus heimischem Freiland kommt er von Mai bis November. Besonders die Vielseitigkeit macht den Kohl so attraktiv, denn bei der Zubereitung sind keine Grenzen gesetzt. Roh, gegart, gedünstet und selbst überbacken schmeckt der Blumenkohl sehr gut.

Rezeptideen Blumenkohl

Brokkoli

BrokkoliDer Brokkoli wird in Deutschland von Mai bis November geerntet.
Er enthält viele Mineralstoffe, wie unter anderem Magnesium, was wichtig für den Aufbau der Muskeln und Nerven ist.
Zudem beinhaltet er Vitamin C, auf dessen tägliche Zufuhr der Mensch angewiesen ist. Brokkoli kann sehr vielfältig eingesetzt werden. Auf verschiedenste Weise zubereitet, sind Brokkoligerichte eine nährstoffreiche Delikatesse.

Rezeptideen Brokkoli

Frühlingszwiebeln

Frühlingszwiebeln im Bund und in Ringe geschnittenBeispielfoto (digital erstellt)Frühlingszwiebeln, auch Lauchzwiebeln genannt, werden mit dem grünen Laub geerntet, bevor sich eine große Zwiebel bildet. Aus dem Freiland gibt es sie von Mai bis November, im April auch aus geschütztem Anbau; im Kühlschrank halten sie sich einige Tage. Weiße und grüne Teile schmecken roh in Salaten und Dips, in Pfannengerichten und zum Garnieren.

Rezeptideen Frühlingszwiebeln

Kohlrabi

Grüner und violetter Kohlrabi mit Blättern, ein grüner halbiertBeispielfoto (digital erstellt)Kohlrabi ist ein vielseitiges Knollengemüse mit einer Vielzahl an verschiedenen Sorten. Alleine in Deutschland gibt es derzeit rund 30 weiße und 14 blaue Kohlrabi-Sorten.
Ob als Cremesuppe, gedünstet, in Form von Auflauf oder als Püree: Aufgrund des milden Aromas lässt sich Kohlrabi universell in der Küche verwenden.
Die beinhalteten Nährstoffe sprechen ebenfalls für das grüne Gemüse. Auf 100 g Kohlrabi kommen rund 3,8 g Kohlenhydrate, 2 g Protein, 380 mg Kalium und 65 mg Vitamin C.

Rezeptideen Kohlrabi

Mairübchen und Herbstrüben

Mairübchen mit Laub, eines längs halbiertBeispielfoto (digital erstellt)Speiserüben gibt es als zarte Mairübchen im Frühsommer und als Herbstrüben bis in den November; aus dem Freiland kommen sie von Juni bis November, im Mai aus geschütztem Anbau. Ohne Laub halten sich die Rübchen im Kühlschrank einige Tage. Sie werden glasiert, geschmort oder in Eintöpfe gegeben, das junge Laub lässt sich wie Spinat verwenden.

Rezeptideen Rübchen

Radieschen

Radieschen
Die kleinen pinken Wurzeln zählen als äußerst beliebter Snack. Doch oftmals hapert es an der richtigen Lagerung, weswegen Radieschen nach dem Einkauf innerhalb kürzester Zeit welken. Allerdings gibt es einen ganz einfachen Trick, wie die kleinen Radies mehrere Tage im Kühlschrank frisch bleiben: nach dem Einkauf sollte das grüne Laub schnellstmöglich entfernt werden. In einer mit etwas Wasser gefüllten Schale bleiben die pinken Wurzeln somit frisch und knackig.
Obwohl man das Gemüse zwar garen kann, bevorzugen die meisten Menschen den rohen Zustand. Typische Zubereitungsarten sind beispielsweise Salat oder als frische Garnitur zu Kräuterquark oder auf einem Brot.

Rezeptideen Radieschen

Rucola

Frische RucolablätterBesonders die jungen Blätter des Rucola werden als Salat gegessen. Aber nicht nur als eigenständiger Blattsalat ist der Rucola bekannt, er dient auch bei vielen Gerichten als Gewürz, beispielsweise über einer Nudel- oder Reispfanne. Aus heimischem Freiland kommt Rucola von Mai bis November, im Winter aus geschütztem Anbau; er sorgt für intensiven Geschmack auf unserem Teller. Im deutschsprachigen Raum ist Rucola auch als Rauke bekannt, der Name Rucola kommt aus dem Italienischen.

Rezeptideen Rucola

Spargel

Spargel
Frühlingszeit ist Spargelzeit. Ganz gleich ob weiß, weiß-violett oder grün: Spargel gehört zu den beliebtesten Gemüsesorten im Frühjahr und lässt sich vielseitig zubereiten. Eine besondere Kombination ist beispielsweise der Spargel-Erdbeer-Salat.
Oftmals fragen sich Verbraucher, wie der Farbunterschied zwischen grünem und weißem Spargel entsteht. Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten, denn der Grund liegt im Anbau. Während weißer Spargel unterirdisch gedeiht und daher kein direktes Sonnenlicht erhält, wächst die grüne Variante oberirdisch unter dauerhafter Sonneneinstrahlung. Aufgrund dessen bildet das Gemüse Chlorophyll und verfärbt sich grün.

Rezeptideen Spargel

Spinat

BlattspinatSpinat ist sowohl mit als auch ohne den berühmten Blubb eine begehrte Gemüsesorte. Das Gesundheitsbewusstsein steigt stetig und das Verlangen nach vitaminreichen und ausgewogenen Zutaten wächst. Obwohl Spinat mit Spiegelei und Pellkartoffeln zu den Dauerklassikern gehört, reiht sich inzwischen eine Vielzahl neuartiger Zubereitungsarten ein.
Spinat zählt mittlerweile auch als Favorit unter den Zutaten für grüne Smoothies oder Säfte.

Rezeptideen Spinat

Weißkohl

WeißkohlKohl verbindet man meist mit der kalten Jahreszeit. Im Mai gibt es Weißkohl noch aus dem Lager, ab Ende Mai kommen die ersten Frühkohlköpfe aus geschütztem Anbau, aus dem Freiland ab Juli. Ein klassisches Gericht mit Weiß- oder Spitzkohl ist beispielsweise die Kohlsuppe. Sie wird vermehrt in den Wintermonaten serviert, da sie wärmend und reich an Vitamin C ist. Der zweite Klassiker ist Sauerkraut. Der fermentierte Kohl eignet sich hervorragend als Beilage zu Fleischgerichten oder als Salat-Variante.
Weißkohl eignet sich allerdings nicht nur als Zutat für diverse Gerichte, sondern wird auch häufig als Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden in Form von Sauerkrautsaft konsumiert.

Rezeptideen Weißkohl

Wirsing

Wirsingblätter auf weißem HintergrundWirsing ist eine Kohlart aus dem Mittelmeerraum und daher auch unter dem französischen Namen chou de Milan bekannt.
Zwar gehört er zu den Dauer-Gemüsesorten und ist daher ganzjährig erhältlich, ab Ende Mai kommt milder Frühwirsing aus geschütztem Anbau, aus dem Freiland ab Juli.
Im Gegensatz zu verwandten Kohlsorten sind die Wirsing-Blätter um einiges größer und zarter. Aufgrund dessen eignet sich diese Sorte hervorragend für Kohlrouladen.
Das Gemüse wird jedoch nicht nur aufgrund der leichten Zubereitung häufig serviert, sondern auch wegen der Nährstoffe. Dabei sticht vor allem der Gehalt an Vitamin A und C heraus.

Rezeptideen Wirsing

Erdbeeren

Frische Erdbeeren mit grünem Kelch, einige längs halbiertBeispielfoto (digital erstellt)
Vanillepudding, Obsttorte und Brötchen mit Marmelade werden durch eine Zutat vereint – Erdbeeren. Kaum eine Obstsorte wird so sehnlichst erwartet wie die kleinen roten Früchte. Im Mai kommen heimische Erdbeeren meist aus Folientunneln, aus dem Freiland gibt es sie von Juni bis September. Am besten vom Selbstpflückfeld. Was viele nicht wissen: die Erdbeere ist keine Frucht im eigentlichen Sinne, sondern eine Sammelnussfrucht. Die gelben Körner auf der Schale sind nämlich die tatsächlichen Früchte und werden Nüsschen genannt.
Trotzdem gehört die Erdbeere zu unseren liebsten Früchten und eine aphrodisierende Wirkung wird ihr ebenfalls nachgesagt.

Rezeptideen Erdbeeren

Holunder (Blüten und Beeren)

Frische Holunderblütendolden mit einzelnen BlütenBeispielfoto (digital erstellt)Schwarzer Holunder blüht von Mai bis Juli, aus den Blütendolden werden Sirup, Gelee oder ausgebackene Hollerküchle. Die Beeren reifen im August und September, manchmal bis in den Oktober; roh sind sie unverträglich und müssen über 80 °C erhitzt werden, etwa für Saft, Gelee oder Suppe. Blüten und Beeren lassen sich nur kurz aufbewahren und sollten rasch verarbeitet werden.

Rezeptideen Holunder

Rhabarber

RhabarberWussten Sie, dass Rhabarber botanisch gesehen eigentlich eine Gemüsesorte ist?
Es handelt sich um ein Staudengewächs und im Laufe der Zeit begann der Mensch, dessen Stängel zu verzehren. Diese eignen sich für diverse süße Speisen oder als säuerliche Zutat im Salat.
Die Favoriten bleiben allerdings jedes Jahr gleich: Rhabarber-Kompott und Rhabarber-Kuchen mit Erdbeeren.

Rezeptideen Rhabarber

Küchenkräuter

Frische Küchenkräuter: Schnittlauch, Petersilie, Dill, Thymian, Rosmarin und SalbeiBeispielfoto (digital erstellt)Schnittlauch, Petersilie, Dill, Thymian, Rosmarin und Salbei kommen von Mai bis Oktober aus dem Freiland, Schnittlauch schon ab April; im Winter stammen frische Kräuter aus dem Gewächshaus oder dem Topf. Zarte Kräuter halten sich in ein feuchtes Tuch gewickelt einige Tage im Kühlschrank und kommen erst zum Schluss ans Essen, kräftige wie Rosmarin und Thymian dürfen mitgaren.

Rezeptideen Kräuter

Aus dem Lager

Aus dem Lager kommen im Mai noch Kartoffeln, Möhren, Knollensellerie, Pastinaken und Petersilienwurzel, Rote Bete, Schwarzwurzeln, Rettich, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing und Zwiebeln, dazu Äpfel.

Der Appetit ist groß und der Kühlschrank leer? Der Saisonkalender Mai hat Ihnen sicherlich geholfen, um Ihren nächsten Einkauf zu planen und nun können Sie sich direkt von unserem Frühlingsmenü inspirieren lassen.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Gelingen und guten Appetit!