Die Sonnenwende ist vollbracht, nun werden die Tage bis Dezember wieder kürzer. Doch die Sonne scheint immer noch in voller Pracht. Viele Gemüse- und Obstsorten können im Juli geerntet werden. Hierzu zählen Bleich-/ bzw. Staudensellerie, Brokkoli, Salatgurken, Kartoffeln, Möhren, Mangold, Rettich, Zwiebeln sowie Heidelbeeren.
Blattsalat
An warmen Tagen wächst das Verlangen nach erfrischenden und leichten Mahlzeiten. Blattsalate wie Lollo Rosso, Batavia, Kopf- und Endiviensalat kommen von Mai bis November aus heimischem Freiland.
In Kombination mit einem fruchtig-leichten Dressing und frischen Zutaten wie Tomaten und Gurke erhalten Sie im Handumdrehen ein vitaminreiches und leichtes Gericht für die warmen Tage.
Beispielfoto (digital erstellt)Mit nur 15 kcal auf 100g ist der Sellerie, der auch Bleich- oder Staudensellerie genannt wird, eine der kalorienärmsten Gemüsesorten. Das liegt daran, dass Sellerie zum größten Teil aus Wasser besteht. Bei uns kommt Staudensellerie von Juni bis November frisch vom Feld.
Beispielfoto (digital erstellt)Auch Bohnen bieten ebenso wie Erbsen eine Menge Proteine, dazu Vitamin A und weitere Nährstoffe wie Calcium. Frische Busch- und Stangenbohnen gibt es aus dem Freiland von Juni bis Oktober. Roh sind grüne Bohnen unverträglich, sie werden immer gegart. Getrocknet gibt es sie jedoch das ganze Jahr über. Besonders lecker schmecken Bohnen mit Fleisch.
Der Brokkoli wird in Deutschland von Mai bis November geerntet.
Er enthält viele Mineralstoffe, wie unter anderem Magnesium, was wichtig für den Aufbau der Muskeln und Nerven ist.
Zudem beinhaltet er Vitamin C, auf dessen tägliche Zufuhr der Mensch angewiesen ist. Brokkoli kann sehr vielfältig eingesetzt werden. Auf verschiedenste Weise zubereitet, sind Brokkoligerichte eine nährstoffreiche Delikatesse.
Beispielfoto (digital erstellt)Dicke Bohnen, auch Acker-, Sau- oder Puffbohnen genannt, werden von Juni bis August geerntet. Die Kerne werden aus den Hülsen gelöst, kurz blanchiert und oft aus der hellen Haut gedrückt; wie die meisten Hülsenfrüchte werden sie nur gegart gegessen. Frische Hülsen halten sich wenige Tage im Kühlschrank, klassisch sind Dicke Bohnen mit Speck.
Erbsen sind nicht nur gesund, sondern zählen auch zu den wenigen Gemüsesorten, die kaum ein Kind auf dem Teller zurücklässt.
Als Proteinspender ist die Erbse eine beliebte Beilage und macht jede Mahlzeit gleich viel bunter. Schwerpunkt der deutschen Anbaufläche von Erbsen ist Ostdeutschland.
Ob als Inhalt einer bunten Reispfanne, Erbsensuppe oder Erbseneintopf – Erbsen lassen sich in vielfacher Form genießen. Und selbst als Dip machen sich die grünen Hülsenfrüchte gut. Frische Erbsen gibt es aus dem Freiland von Juni bis September.
Beispielfoto (digital erstellt)Als Beilage, in verschiedenen Gemüsegerichten oder im Salat, findet Fenchel in der Küche vielseitige Verwendung. Schon früh galt diese Gemüsesorte als Heilmittel. Und das bis heute. Fencheltee zählt als traditionelles Mittel bei leichten Magen- und Darmbeschwerden zu den beliebtesten Kräuterteesorten. Manchmal finden die Samen von Fenchel sich auch in Brotsorten wieder. Aus heimischem Freiland kommt Fenchel von Juni bis November.
Beispielfoto (digital erstellt)Knoblauch aus heimischem Anbau wird von Juni bis September geerntet; frischer junger Knoblauch hat noch eine weiche, saftige Schale und schmeckt milder. Getrocknet hält er sich luftig und trocken gelagert mehrere Monate. Er würzt Saucen, Marinaden, Gemüse und Fleisch, junger Knoblauch lässt sich samt Schale schmoren.
Eines der beliebtesten und wichtigsten Nahrungsmittel weltweit ist die Kartoffel. Frühkartoffeln gibt es ab Juni, die Haupternte läuft bis Oktober, als Lagerware sind Kartoffeln das ganze Jahr erhältlich. Die Kartoffel ist ein sehr vielfältiges Gemüse. Mit circa 200 verschiedenen Kartoffelsorten beginnt die Vielfalt schon in der Auswahl.
Die unterschiedlichen Zubereitungsmöglichkeiten sind ein weiterer positiver Aspekt der beliebten Beilage.
Ob Kartoffelsuppe, Kartoffelauflauf, Bratkartoffeln, Kartoffelpüree oder Kartoffelreibekuchen – den Varianten zum Verzehr sind keine Grenzen gesetzt.
Beispielfoto (digital erstellt)Kohlrabi ist ein vielseitiges Knollengemüse mit einer Vielzahl an verschiedenen Sorten. Alleine in Deutschland gibt es derzeit rund 30 weiße und 14 blaue Kohlrabi-Sorten.
Ob als Cremesuppe, gedünstet, in Form von Auflauf oder als Püree: Aufgrund des milden Aromas lässt sich Kohlrabi universell in der Küche verwenden.
Die beinhalteten Nährstoffe sprechen ebenfalls für das grüne Gemüse. Auf 100 g Kohlrabi kommen rund 3,8 g Kohlenhydrate, 2 g Protein, 380 mg Kalium und 65 mg Vitamin C. Aus heimischem Freiland kommt Kohlrabi von Mai bis November.
Unsere Vorfahren betrachteten Mangold als eine Heilpflanze. Er enthält viele Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium und Calcium. Bei uns wird Mangold von Mai bis November geerntet und schmeckt als Mangoldwickel besonders lecker.
Nach der Tomate und der Zwiebel ist die Möhre das am dritthäufigsten angebaute Gemüse in der EU. In Deutschland wird sie von Juni bis November geerntet, als Lagerware gibt es sie das ganze Jahr. Beta-Carotin ist der wichtigste Bestandteil der Möhre. Neben Eisen enthält die Möhre weitere zahlreiche Mineralstoffe. Um die Vitamine in ihrer ganzen Fülle aufzunehmen, sollte die Möhre besonders klein gekaut werden oder beim Verzehr mit Öl beziehungsweise Butter in Verbindung gebracht werden.
Beispielfoto (digital erstellt)Heimischer Paprika wächst fast ausschließlich im Gewächshaus und kommt von Juni bis Oktober aus ungeheiztem oder schwach geheiztem Anbau. Grüne Schoten werden unreif geerntet und schmecken herber, rote, gelbe und orange sind ausgereift und süßer. Im Gemüsefach halten sie sich etwa eine Woche; Paprika schmeckt roh, geschmort, gefüllt und gegrillt.
Beispielfoto (digital erstellt)Radicchio ist eine rote Zichorie mit festen Blättern und angenehm bitterem Geschmack. Aus heimischem Freiland kommt er von Juni bis November, als Lagerware im Dezember und Januar; im Gemüsefach hält er sich etwa eine Woche. Er passt in gemischte Salate und schmeckt kurz gebraten oder gegrillt zu Pasta und Risotto.
Bei der Rettich-Ernte empfiehlt es sich zuzugreifen, denn dieses Gemüse liefert uns das wichtige Vitamin C.
Aus dem Freiland kommt Rettich von Mai bis November, im Winter als Lagerware.
Salatgurken wachsen bei uns überwiegend im Gewächshaus und kommen vom Frühjahr bis in den Herbst, Freiland- und Einlegegurken gibt es von Juni bis September. Besonders lecker sind sie an warmen Sommertagen, denn dank des hohen Wassergehaltes enthält die Gurke kaum Kalorien und erfrischt unseren Körper von innen. Dieses Gemüse birgt viele Vitamine und Mineralstoffe, die besonders in der Schale stecken. Darum ist es nicht ratsam, diese vor dem Verzehr zu entfernen.
Das liebste Gemüse der Deutschen ist die Tomate. Vor dem Ersten Weltkrieg als giftig angesehen, ist das Gemüse heute in fast jedem Haushalt vorzufinden. Man bekommt Tomaten in Deutschland das ganze Jahr lang im Supermarkt. Heimische Tomaten wachsen fast ausschließlich unter Glas oder Folie, aus ungeheiztem Anbau kommen sie von Juni bis September. Mit 94% Wassergehalt ist die Tomate auch noch besonders kalorienarm. Bei nur 17 kcal auf 100 Gramm macht das Schlemmen so besonders viel Spaß. Durch die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten bei der Zubereitung kann man seiner kulinarischen Kreativität freien Lauf lassen. Ob gekocht, als Suppe, auf dem Grill, im Eintopf oder als Saft – man hat bei der Tomate viel Spielraum.
Die kalorienarmen, vitaminreichen und leichtverdaulichen Zucchinis können in vielfältiger Form zubereitet werden.
Ob roh im Salat, gegrillt oder frittiert – gelbe oder grüne Zucchinis, die ab Juni aus geschütztem Anbau und von Juli bis Oktober aus dem Freiland kommen, sind im Gegensatz zu Kürbissen nur wenige Tage bis etwa zwei Wochen haltbar.
In Kombination zu Fleisch- oder Fischgerichten sind Zucchinis ebenso begehrt wie als Beilage.
Zwiebeln dienten schon den Ägyptern beim Bau der Pyramiden als Stärkung, da sie eine Vielzahl an Mineralstoffen enthalten, die unentbehrlich für den Körper sind.
Aus der heutigen Küche sind Zwiebeln nicht wegzudenken, weil sie viele Gerichte erst richtig würzig machen. Geerntet werden sie bei uns von Juli bis Oktober, als Lagerware gibt es sie das ganze Jahr.
Beispielfoto (digital erstellt)Aprikosen, in Österreich Marillen genannt, kommen aus heimischem Anbau von Juni bis August, vor allem im Juli. Reife Früchte duften und geben auf leichten Druck nach, im Kühlschrank halten sie sich zwei bis drei Tage. Sie schmecken frisch, im Kuchen, als Kompott und als Konfitüre.
Beispielfoto (digital erstellt)Vanillepudding, Obsttorte und Brötchen mit Marmelade werden durch eine Zutat vereint – Erdbeeren. Kaum eine Obstsorte wird so sehnlichst erwartet wie die kleinen roten Früchte. Aus dem Freiland gibt es heimische Erdbeeren von Juni bis September, die meisten im Juni und Juli. Am besten vom Selbstpflückfeld. Was viele nicht wissen: die Erdbeere ist keine Frucht im eigentlichen Sinne, sondern eine Sammelnussfrucht. Die gelben Körner auf der Schale sind nämlich die tatsächlichen Früchte und werden Nüsschen genannt.
Trotzdem gehört die Erdbeere zu unseren liebsten Früchten und eine aphrodisierende Wirkung wird ihr ebenfalls nachgesagt.
So lecker und so gesund! Getrocknete Heidelbeeren gelten als traditionelles Mittel bei leichtem Durchfall und, als Tee gegurgelt, bei leichten Entzündungen der Mundschleimhaut. Die Heidelbeere ist aber nicht nur gesund, sondern lässt sich wunderbar in Süßspeisen genießen, beispielsweise im Joghurt, Kuchen, Muffin oder Pfannkuchen.
Beispielfoto (digital erstellt)Das Besondere an Himbeeren ist, dass sie sich so schön leicht im Gaumen zerdrücken lassen und man sie darum wie ein Bonbon lutschen kann. Vor allem als Nachtisch machen sich Himbeeren zu Vanilleeis, Quark oder sonstigen Süßspeisen sehr gut. Am besten schmecken sie frisch gepflückt, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass sie dann sofort in den Mund wandern, sehr groß ist. Aus heimischem Anbau gibt es Himbeeren von Juni bis August, Herbsthimbeeren bis in den Oktober.
Beispielfoto (digital erstellt)Johannisbeeren sind nach dem Johannistag am 24. Juni benannt, um den herum ihre Ernte beginnt; gepflückt werden sie bis in den August. Die süßen Vitaminbomben eignen sich genauso wie Kirschen und Himbeeren in Süßspeisen jedweder Form. Manch einem sind sie frisch vom Strauch zunächst sogar zu sauer und werden ausschließlich in verarbeiteter Form bevorzugt. In Kuchen, Marmeladen, als Likör oder Saft erfreuen sich die kleinen, roten oder schwarzen Beeren allerorts großer Beliebtheit.
Wie für Johannisbeeren und Himbeeren an den Sträuchern, so ist im Juli auch Erntezeit an den Kirschbäumen: Süßkirschen gibt es von Juni bis August, Sauerkirschen im Juli und August. Ob Sauer- oder Süßkirsche, dieses Steinobst schmeckt am besten, wenn man es frisch pflückt. Die roten Früchte überzeugen einfach mit ihrem saftigen Fruchtfleisch. In Deutschland findet der Anbau von Sauerkirschen übrigens größtenteils in Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen statt. Freuen Sie sich auf unsere Lieblingsrezepte.
Die leckere und erfrischende Sommerfrucht wird bei uns von Juli bis September geerntet. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Sorten, eine bilden beispielsweise die aromatischen Plattpfirsiche. Je nach Pfirsichart ist der Kern entweder leicht oder kaum vom Fruchtfleisch ablösbar. Das süße Obst enthält Kalium und Magnesium sowie Vitamin B, C und E, mit nur 41 kcal auf 100 Gramm ist es auch noch äußerst kalorienarm. Wer also seinen nächsten Kuchen, Obstsalat oder Joghurt versüßen möchte, der sollte den Pfirsich nicht vergessen.
Stachelbeeren werden bei uns von Juni bis August gepflückt. Diese stachlige Obstsorte enthält unter anderem Magnesium, Kalium und Calcium. Sie eignen sich besonders für Kompott oder Grütze. Stachelbeertorten oder Kuchen machen sich aber auch gut auf jedem Kaffeetisch. Stachelbeerkonfitüre versüßt Ihnen jedes Butterbrot.
Beispielfoto (digital erstellt)Schnittlauch, Petersilie, Dill, Thymian, Rosmarin und Salbei kommen von Mai bis Oktober aus dem Freiland, Schnittlauch schon ab April; im Winter stammen frische Kräuter aus dem Gewächshaus oder dem Topf. Zarte Kräuter halten sich in ein feuchtes Tuch gewickelt einige Tage im Kühlschrank und kommen erst zum Schluss ans Essen, kräftige wie Rosmarin und Thymian dürfen mitgaren.
Beispielfoto (digital erstellt)Pfifferlinge haben eine vergleichsweise lange Saison vom Frühsommer bis in den Herbst, die Hauptsaison liegt im Juli und August. Ein großer Teil der angebotenen Pilze stammt aus Osteuropa und vom Balkan. Sie halten sich luftig im Kühlschrank ein bis zwei Tage, werden trocken geputzt statt gewaschen und kurz in Butter gebraten.
Beispielfoto (digital erstellt)Matjes sind junge Heringe, die vor der Laichreife gefangen und mild gesalzen gereift werden. Gefangen wird etwa von Ende Mai bis Ende Juli, der neue Matjes kommt meist im Juni in den Handel; tiefgefroren gibt es Matjes das ganze Jahr. Gekühlt hält er sich nur wenige Tage, klassisch sind Matjes mit grünen Bohnen und Pellkartoffeln oder nach Hausfrauenart.