
Soul Food

Unter Soul Food versteht man die traditionelle Küche der „Afroamerikaner“ in den Südstaaten der USA. Entstanden oder weiterentwickelt haben sich die Essgewohnheiten zu Zeiten, als es noch üblich war, Sklaven zur Arbeit auf den Plantagen zu zwingen.
Ursprünglich entwickelte sie sich in dieser Zeit aus einer Küche des Mangels heraus. Denn die Sklaven mussten sich mit minderwertigen Lebensmitteln zufriedengeben, das waren in der Regel: Hühnerflügel, Schweinsfüße, -Ohren und -Schnauzen, Innereien und Rippchen. Soul steht in diesem Zusammenhang für den „schwarzen“ Widerstandsgeist, Gemeinschaft, Zusammenhalt und das Selbstbewusstsein der ethnischen Gruppe.
„Soul Food“ steht in den USA für nahrhafte, einfache Gerichte mit Mais, Bohnen und Reis, dazu die Fleischstücke, die in den Herrenhäusern selbst verschmäht wurden, wie etwa Schweinefüße, Schweineohren, Innereien.
Dazu Gemüse und Früchte wie: Okraschoten, Süßkartoffeln, Auberginen, Bananen und Erdnüsse, die auch in Westafrika verbreitet waren. Okra stammt aus Afrika, Süßkartoffeln und Erdnüsse dagegen ursprünglich aus Amerika. Heute sind sie dagegen fester Bestandteil der Südstaatenküche. Obwohl einige afrikanische Zutaten wie zum Beispiel Okra verwendet werden, basiert diese Küche nicht nur auf afrikanischen Küchen, denn auch europäische und indianische Einflüsse sind zu finden.
Die Grundidee ist einfach: Veredeln, was andere wegwerfen.
Das Fleisch wird überwiegend geschmort, frittiert und gebraten; das Gemüse oft mit Schweineschmalz gedünstet.
Aus einer “Küche des Mangels” entstanden viele Gerichte, die auch heute noch fester Bestandteil der “US-amerikanischen Küche” sind. International beliebt sind beispielsweise die Soulfood-Klassiker Spare Ribs oder Chicken Wings.
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