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Die Top 5 Spezialitäten aus Österreich

By : | 0 Kommentare | On : November 30, 2017 | Kategorie : Artikel & Specials, Blog

Die Österreichische Küche wartet mit einer ganzen Bandbreite herzhafter Spezialitäten auf, die stark von regionalen Einflüssen geprägt sind. So finden sich nicht nur die kulinarischen Einflüsse von Nachbarländern wie Ungarn oder Böhmen in den traditionellen Gerichten wieder – auch innerhalb Österreichs gibt es viele regionale Ausprägungen. Von Wien bis Tirol haben wir in unserem Artikel eine kleine Auswahl der beliebtesten regionalen Spezialitäten Österreichs zusammengestellt. Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen!

Der Klassiker: Das Wiener Schnitzel

Selbst in Übersee ist das Wiener Schnitzel jedem Menschen ein Begriff. Obwohl es auch in der  Österreichischen Küche nicht unerwähnt bleiben darf, ist das Wiener Schnitzel eigentlich – wie der Name schon sagt – eine Spezialität der Wiener Küche. Trotzdem erfreut es sich auch in den restlichen Teilen Österreichs größter Beliebtheit und zeichnet sich sowohl durch guten Geschmack als auch einfache Zubereitung aus. Traditionell besteht ein Wiener Schnitzel aus geklopftem und paniertem Kalbsfleisch, das mit Salat oder Petersilienkartoffeln angerichtet wird. Als Garnitur dient heute oftmals eine Zitronenspalte mit Petersilie, früher wurden hierzu jedoch vornehmlich Kapern und Sardellen verwendet.

Nicht nur in Tirol beliebt: Kaspreßknödel

Sowohl in der Tiroler als auch der Salzburger Küche spielen Knödel eine wichtige Rolle. Deshalb gibt es auch ein ganzes Sammelsurium herzhafter Knödelrezepte, welche sich auf diese beiden regionalen Küchen zurückführen lassen. Ein besonders beliebter Klassiker sind die Kaspreßknödel, die sich sowohl zum alleinigen Verzehr als auch als Beilage eignen. Traditionell bestehen Kaspreßknödel im Wesentlichen aus Knödelbrot und Käse und besonders bei Letzterem gibt es je nach Region verschiedene Varianten. So lieben die Tiroler ihre Kaspreßknödel mit Bergkäse, während die Salzburger auf den traditionellen Bierkäse setzen. Sogar in Vorarlberg sind die Knödel verbreitet! Hier werden sie mit typischem Sura Kees serviert.

Das Wintermahl: Heidensterz

In der Steiermark ist der sogenannte Heidensterz ein beliebtes Wintergericht, das sich je nach Geschmack abwandeln und einfach zubereiten lässt. Früher als Armeleuteessen verschrien, ist der Sterz heute auch in der gehobenen Küche Österreichs beliebt. Der Heidensterz wird traditionell aus Heidenmehl (die österreichische Bezeichnung für Buchweizenmehl) hergestellt. In kochendem, gesalzenem Wasser werden mit dem Mehl Klumpen gebildet, die nach zwanzigminütigem Kochen aufgerissen und mit Griebenschmalz überzogen werden. In der Regel wird Sterz als Beilage zu Suppen serviert. Obwohl die traditionelle Variante recht spartanisch ausfällt, lässt sich der Heidensterz beliebig abwandeln und mit verschiedenen Beilagen und Toppings versehen.

Süßer Abgang: Linzer Torte

Die typisch oberösterreichische Linzer Torte zählt in Österreich zu den traditionellen Lebensmitteln und ist dank erstmaliger Erwähnung im 17. Jahrhundert das älteste bekannte Tortenrezept der Welt. Unter Torten hat die Linzer Torte einen besonderen Wiedererkennungswert: Über einem Belag aus Marmeladengelee wird ein Teiggitter aus so genannter „Linzer Masse“ gelegt. Während das Gelee schon vor dem Backvorgang auf die Torte gestrichen wird, erfolgt hernach noch eine Aprikotur, bei der das Gebäck mit einer feinen Aprikosenkonfitüre bestrichen wird. Heutzutage ist die Linzer Torte aus keiner Konditorei Österreichs wegzudenken und erfreut sich auch in Deutschland großer Beliebtheit.

Herzhaft deftig: Saumaisen

Saumaisen sind im niederösterreichischen Waldviertel und auch in Kärnten ein beliebtes Fleischgericht, das in der Vergangenheit vornehmlich beim so genannten „Sautanz“, den österreichischen Schlachtfesten, serviert wurde. Hergestellt werden die Saumaisen traditionell aus gewolftem und geformtem Pökelfleisch und werden gerne zu Sauerkraut und Kartoffeln serviert. Nach dem Formen werden die Fleischlaibchen in ein Schweinenetz gewickelt und – je nach Variante – zunächst einige Stunden geselcht, ehe die weitere Zubereitung erfolgt.

Strudel, Schmarrn und Sachertorte – die Wiener Küche

Traubenstrudel mit Mandeln und Beerensauce
Obwohl es innerhalb Österreichs eine Vielzahl bekannter regionaler Spezialitäten gibt, sind diese außerhalb Österreichs eher unbekannt. Eine Ausnahme stellen die Spezialitäten der Wiener Küche dar, die sich auch in Deutschland und weiteren Nachbarländern großer Beliebtheit erfreuen. Hier zu nennen wäre erneut das Wiener Schnitzel, aber auch der Tafelspitz, der auch in der bayrischen Küche beliebt ist. Zu den bekanntesten Rezepten der Wiener Küche zählen bezeichnenderweise jedoch die Nachspeisen und Desserts. So etwa die berühmte Sachertorte, die das Wiener Hotel Sacher zu einem beliebten Hotspot für Touristen macht.

Eine weitere Berühmtheit unter den Wiener Spezialitäten: der Kaiserschmarrn! Wie der Name schon vermuten lässt, war dieses leckere Gericht einst Leibspeise Kaiser Franz Josephs I. und ist auch heute noch sehr verbreitet. Traditionell wird der flache Teig mit der Gabel zerteilt, anschließend wird der Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster (Pflaumenkompott) oder traditionell mit Apfelmus serviert.

Als letztes Dessert mit lobender Erwähnung sei der Apfelstrudel genannt, dessen dünn gezogener Teig ursprünglich aus der türkischen Küche abgeleitet wurde. Besonders zur Weihnachtszeit ist der Apfelstrudel ein gefragtes Dessert und wird je nach Geschmack zusätzlich zur klassischen Apfel-Rosinen-Füllung mit einer süßen Marzipanfüllung verfeinert.

Herzhaft trifft süß – die Österreichische Küche

Wirft man einen gefächerten Blick auf die Spezialitäten der Österreichischen Küche, fällt die große Bandbreite herzhafter Gerichte ins Auge. So ist die Küche unabhängig von der Region stets bürgerlich und eher einfach gehalten. Fleisch ist dabei ein wichtiger Bestandteil und wird in nahezu jeder erdenklichen Form zubereitet. Ob gewolft und geformt als Saumaisen, geklopft und paniert als Wiener Schnitzel oder zu herzhaften Knödeln verarbeitet – überall ist Fleisch zugegen. Außer Landes ist die Wiener Küche jedoch vor allem für ihre Süßspeisen bekannt und weist auch hier ein großes Variantenspektrum auf. Von klassischer Torte bis hin zu einzigartigem Kaiserschmarrn ist hier wirklich alles dabei, was das hungrige Feinschmeckerherz begehrt. Und das Beste: Die meisten österreichischen Spezialitäten sind einfach zuzubereiten und eignen sich daher hervorragend zum nachkochen!

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