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Kleine Curry Warenkunde

By : | 0 Kommentare | On : Juni 27, 2013 | Kategorie : Blog, Infos & Hintergründe

Curry Pulver

Curry ist ein wahrer “Alleskönner”, mit dem weltweit gewürzt wird und das sage und schreibe aus 12-36 Zutaten besteht. Dank der Engländer, die das Curry im 18. Jahrhundert nach Europa brachten und etablierten, gibt es Curry heute im jedem Supermarkt zu kaufen.

Eigentlich ist Curry ein großes Missverständnis zwischen Europäern und Indern, weil es kein Gewürz, sondern eine Art Eintopfgericht oder Ragout ist. Zubereitet mit Fleisch, Fisch und/oder Gemüse als Beilage zu sättigenden Speisebestandteilen (Reis oder Fladen-Broten wie Naan, Roti, Puri oder Chapati). Currys haben sich auch außerhalb des indischen Subkontinents, vor allen Dingen in Amerika und England durchsetzen können und gehören zu den beliebtesten asiatischen Gerichte (ebenso in der thailändischen und japanischen Küche).

Curry in Deutschland und Europa

Menschen indischer Abstammung leben in vielen Ländern dieser Erde und die indische Restaurants um die Ecke sind heutzutage aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Currywelten sind schier unübersehbar und voller Geheimnisse, der Duft des Orients liegt immer in der Luft.

In Deutschland wird es oft verkürzt “Curry” bezeichnet und ist natürlich in der “Currywurst” allgegenwärtig. In Indien wird es “Masala” genannt. Je nach Geschmack, Gericht und Region stellt man dort seine eigene Mischung her. Das Curry welches wir in Europa kennen, hat jedoch wenig mit den vielen verschiedenen traditionellen Currys zu tun, die es in Indien gibt. Dort werden seit ewigen Zeiten verschiedenste Currys nach uralten Rezepten hergestellt, zusammengesetzt aus bis zu 36 Gewürzen.

Tipps für das perfekte Curry-Gericht

Ein typisches grüne Thai-Curry mit Fisch und Garnelen

Der Geschmack eines guten Curry-Pulvers sollte aber immer harmonisch und ausgewogen sein. Geschmack und Geruch reichen von feurig und scharf bis hin zu exotisch-süß. Dabei wird dabei darauf geachtet, dass keines der Gewürze zu sehr hervorsticht. Auf Speisekarten und in Rezepten finden sie oft Bezeichnungen wie Gemüsecurry oder Hähnchencurry. Dann ist nicht das Gewürz, sondern das ganze Gericht gemeint. Eine einfache Grundregel: Zu Curry serviert man immer Reis (und oft Naan Brot). Lamm, Kalb, Hammel, Rind, Schwein, Hühnerfleisch oder auch Hackfleisch sind nur einige Beispiele für Fleischsorten für Currygerichte. Auberginen, Blumenkohl, Zucchini, Kartoffeln Möhren oder Bohnen sind beliebte Gemüsesorten, die in Currys gerne verwendet werden. Auch Milchprodukte, wie z.B. Panir, ein indischer Frischkäse, der äußerlich an Feta und geschmacklich an Mozzarella erinnert, werden für die Zubereitung genutzt.

Verschiedene Gewürze und ihre Wirkungen

In fast allen aber findet sich in der Regel z. B.: Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Chili, Zimt, Kardamom, Muskatblüte, Nelke, Bockshornkleesamen, Schwarzkümmel, schwarzer Pfeffer, Senfkörner, Ingwer oder Galgant, dem kleinen Bruder des Ingwers. Kurkuma ist jedoch das Gewürz, das sich in fast jedem Curry wiederfindet und verantwortlich für die typische Farbe ist.

  1. Koriander hat eine ausgleichend, harmonische Wirkung, der leicht beißende Kreuzkümmel erzeugt Wärme.
  2. Schwarzer Pfeffer bringt neben Chili eine gewisse Vielfalt in die Schärfe, wobei auf den Chilianteil besonders zu achten ist.
  3. Limette, Zitrone oder Zitronengras sorgen für die feine, säuerliche Note.
  4. Bei aromatischen Currys sind Zimt, Muskatblüte, Nelke, Kardamom stark vorherrschend.
  5. Schwarzkümmel und Bockshornklee gibt den Curry eine herbe Note.

Alle Geschmacksrichtungen, von süß-sauer und herb-scharf sollen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, vorhanden sein, denn die Aromen Vielfalt ist ein Qualitätsmerkmal für eine gute Curry Qualität. Daraus eine eigene Mischung selber herzustellen, ist selbst für Meisterköche eine echte Herausforderung.
Dabei ist akkurates Arbeiten unumgänglich, damit die einzelnen Anteile ein “harmonisches Ganzes” ergeben, denn nicht nur Schärfe und Farbe entscheiden über die Qualität eines guten Currys. Schon das Mahlen der Zutaten zu Hause, z. B. in der Kaffeemühle, erweist sich in der Regel schon als eine schwierige Hürde. Das Mischen so vieler verschiedener Gewürze in der richtigen Zusammensetzung ist wahrlich kompliziert. Selbst Sterneköche vertrauen da lieber auf die Professionalität von Gewürzmüllern.

Currys perfekt zubereiten

Indisches, vegetarisches Curry-Gericht

Um beim Kochen die Geschmacksvielfalt des Currys zu erhalten, sollte das Pulver nie in zu heißes Fett gegeben werden, sonst verbrennt es und wird unangenehm bitter. Erst wenn Zwiebeln, Knoblauch und Lauch angeschwitzt sind, kommt Curry in die “Schwitzflüssigkeit”. In angelsächsischen Ländern dominiert die so genannte “englische Curry-Mischung“, die auf die britische Kolonialzeit in Britisch-Indien im 18. Jahrhundert zurückgeht. Es ist von scharf, mittelscharf bis würzig und lässt sich gut mit Fleisch und Gemüse kombinieren. Es gibt es in unzähligen Variationen, die jedes Mal einer kulinarischen Reise gleichkommen.

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