Teetrinken ist ein Genuss: So wird er zelebriert

By : | 0 Kommentare | On : November 23, 2020 | Kategorie : Blog

Tee ist eines der ältesten Genussmittel der Menschheit. Seine anregende Wirkung und der edle Geschmack trugen wohl am meisten dazu bei, dass er heute auf der ganzen Welt verbreitet und in nahezu jedem Haushalt zu finden ist. Doch weltweit wird der Tee überall anders gemischt, anders gemacht und anders genossen.

Während manche Länder den Tee einfach schnell zum Muntermachen kochen, gibt es drei bestimmte Völker, die das Teetrinken zu einem Ritual gemacht haben. Mehr spannenden Informationen rund um die Welt des Tees sind im kostenlosen Tee-Guide zu finden.

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Neu für den Westen – Japans Matcha

Japanischer Tee glänzt nicht nur durch seine Qualität, sondern auch dadurch, wie er traditionell zubereitet wird. Erst im 12. Jahrhundert kam das Matcha-Pulver nach Japan und gewann schnell an Beliebtheit bei Mönchen, Samurai und Kaisern. Bald wurde der Tee am Kaiserhof, bei Banketten und in Tempeln getrunken. So verbreitete er sich bald in ganz Japan.

Die Teezeremonie, die mit ihren festen Abläufen für einen Europäer wohl etwas eigen scheinen mag, geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Diese basiert auf den vier taoistischen Prinzipien und wurde von Sen No Rikyû mitbegründet. Der Tee wird in eigens dafür vorgesehenen Schalen mit Bambusquirl zubereitet und als erstes immer an den Hauptgast überreicht. Nachdem dieser den Tee seinen Sitznachbarn anbietet und auf höfliche Ablehnung trifft, dreht er die Schale zweimal und trinkt sie in drei Schlucken aus. Die Teeschale wird wieder aufgefüllt und an den nächsten Gast weitergereicht. So geht die Zeremonie in Schweigen weiter, bis jeder Gast seinen Matcha ausgetrunken hat. Danach unterhält man sich über den Tee, errät, wo er wohl angebaut wurde und spricht über die Zeremonie. Es ist eine meditative Tradition und zeigt die japanische Gastfreundschaft und den Wert ihrer Traditionen auf.

Ein Gruß aus dem Norden – die ostfriesische Teezeremonie

Die Ostfriesen wissen Ruhe und Entspannung zu schätzen und drücken sie auch beim Tee trinken aus. Nicht nur Grüßen sie ihre Gäste mit dem Tee, sie gönnen sich bis zu sechsmal täglich eine Pause mit der Delikatesse.

Dabei gibt es einiges zu beachten. Zum Beispiel sollte man für ostfriesischen Tee nur weiches Wasser verwenden. Es wird eine eigene Teemischung aus bis zu 10 Teesorten verwendet und nie eine volle Kanne mit Tee gezogen. In die Tasse kommt erst einmal Kluntje, ein großes Stück weißer Kandis, der nicht ganz mit dem Tee bedeckt wird. Dann gibt man noch vorsichtig etwas Sahne hinzu, traditionell mit dem Rohmlepel.

Wichtig ist, den Tee nicht umzurühren, da man so nicht die verschiedenen Facetten herausschmecken kann. Diese sind für die Ostfriesen eine Metapher für die verschiedenen Aspekte des Lebens: Nach der Bitterkeit soll die Süße kommen.

Der Klassiker – die englische Tea Time

Englische Teetasse

Die wohl weltweit bekannteste Teezeremonie haben sich die Briten ausgedacht. Da Tee in England früher ein absolutes Statussymbol war, den sich nur die gehobene Gesellschaft leisten konnte, hat er schnell an Bekanntheit gewonnen. Die Damen reichen Hauses vertrieben sich mit ihrem „Afternoon Tea“ die Zeit. Bald schon wurde das gemeinschaftliche Teetrinken zu einem gesellschaftlichen Spektakel.

Hierbei holten die feinen Damen ihre besten Tischdecken, die Silberkanne und das gute Porzellan heraus und beeindruckten ihre Gäste mit ihrer Eleganz. Wichtig war auch die Teemischung, die bis zum Ende der Tea Time nicht abgeseiht wurde. Um Bitterkeit zu vermeiden, musste man immer wieder heißes Wasser nachgießen. Früher war es gängig, zuerst Milch in seine Tasse zu geben, um das gute Porzellan vor Sprüngen zu schützen.

Auch heute genießt man den „Afternoon Tea“ beliebig mit Milch, Zitronensaft und Zucker. Dazu kann man die verschiedensten Speisen essen: Von dem heißbegehrten „Tea Time“ Klassiker Scones bis hin zu Sausage-Rolls ist alles erlaubt.

Tee – ein Genuss, der zusammenbringt

Wie man sieht, hat Teetrinken Menschen immer zusammengebracht. Ob als meditatives Ritual oder soziales Ereignis, Tee wird gern in der Gruppe genossen. Die Blätter haben eine lange Geschichte und viele Eigenheiten. Der Tee-Guide zeigt diese auf und verführt dazu, seinen gewohnten Teegenuss neu zu finden und zu erweitern.

Fotos
https://pixabay.com/de/photos/teetasse-vintage-teetasse-tee-pokal-2107599/
https://unsplash.com/@kadh

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