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Nachhaltiges Kochen: Kampf der Lebensmittelverschwendung

By : | 0 Kommentare | On : Februar 29, 2016 | Kategorie : Infos & Hintergründe

Kampf der Verschwendung von Lebensmitteln

Laut dem Fleischatlas 2014, der über den Abfall und die Verschwendung von Fleisch informiert, werden in Deutschland jährlich Tiere mit einem Lebendgewicht von rund 11 Millionen Tonnen produziert. Davon essen die Deutschen nur ein Drittel bis die Hälfte. 50 bis 66 Prozent landen in der Mülltonne.

Fleisch ist nicht das einzige Produkt, welches vergeudet wird. Betroffen sind auch andere Produkte wie Gemüse und Obst. Einer Studie von DIE TAFELN zufolge landet fast jedes zweite Lebensmittel auf dem Müll. Laut der WWF-Studie Das große Wegschmeißen beträgt der Nahrungsmittelverbrauch in Deutschland 54,5 Millionen Tonnen. Ein Drittel davon (18 Tonnen) landen im Müll. Das Problem beginnt im Handel: Hier werden Lebensmittel aussortiert, die die Schönheitsideale der Branche nicht erfüllen.

Zu dieser industriellen Lebensmittelverschwendung gesellt sich das Verhalten des Verbrauchers, der Reste wegwirft oder Lebensmittel im Kühlschrank vergammeln lässt. Diese Verluste sind schwer zu erfassen. In jedem Fall sind sie aber tragisch. Deshalb informiert der nachfolgende Artikel, wie Köche aus dem Privatbereich ihre Lebensmittelverschwendung reduzieren können.

Nur das Nötigste kaufen

Nur heute 50 Prozent reduziert – bei dieser Aufschrift schlagen die Herzen vieler Köche höher. Nur wenige von ihnen stellen sich die Frage: Brauch ich dieses Lebensmittel überhaupt? Schnäppchen und Rabatte wecken bei vielen Verbrauchern das Gefühl, etwas haben zu müssen, nur weil sie sparen können. Die größte Einsparung ist irrelevant, wenn der Kunde das besagte Produkt nicht benötigt.

Nur wenige Menschen besitzen eine klare Strategie für ihr wöchentliches Menü. Sie kaufen Lebensmittel ein, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was sie heute, morgen oder am Wochenende zubereiten möchten. Hinzu kommen die gelegentlichen Schnäppchen, die dafür sorgen, dass der Kühlschrank überfüllt ist und die Lebensmittel darin ablaufen, ohne verbraucht zu werden.

Speisen mit System vorbereiten

Eine fehlende Strategie zur Zubereitung von Speisen könnte von dem Wandel der Gesellschaft ausgehen. Menschen kochen seltener und essen häufiger Fertigprodukte. Frische Lebensmittel kaufen sie eher selten – kein Wunder, dass sie vergessen, wie schnell diese verwesen.

Die simpelste Strategie, das Problem zu lösen, ist die Erstellung eines Ernährungskalenders. Köche können beispielsweise am Wochenende planen, welche Speisen sie für die kommende Woche zubereiten. Auf diese Weise haben sie ausreichend Zeit, die benötigten Lebensmittel zu erwerben.

Bei der Erstellung der Speisestrategie muss niemand das Rad neu erfinden oder jeden Tag neue Rezepte ausprobieren. Ein wenig Routine schadet niemandem. Wer zum Beispiel italienische Speisen liebt, legt einen Tag fest, an dem die Gerichte jede Woche serviert werden.

Beispiel: Jeden Mittwoch gibt es Pasta. Trotz Routine kommt keine Langeweile auf, schließlich bietet die italienische Küche unzählige Pasta-Rezepte, die Köche jede Woche zubereiten können.

Berücksichtigen Sie saisonale Lebensmittel bei der Erstellung des kulinarischen Kalenders. Kaufen Sie saisonale Lebensmittel, weil sie frisch und gesund sind.

Weniger Zeit beim Einkaufen verbringen

Die gestresste Gesellschaft möchte nicht nur beim Kochen Zeit sparen, sondern auch beim Einkaufen der Lebensmittel. In diesem Bereich gibt es ebenfalls eine Lösung für das Problem: Köche können Lebensmittel im Nestlé Marktplatz online einkaufen. Das Einkaufen im Internet ist nicht nur bequem, sondern auch praktisch: Im Marktplatz von Nestlé können Köche die Produkte nach verschiedenen Kriterien wie Saisonprodukte oder Inhaltsstoffe sortieren. Auf diese Weise finden sie sich besonders schnell zurecht und erledigen ihren Einkauf, ohne minutenlang die Produktverpackung studieren zu müssen.

Für saisonale Produkte lohnt sich das Einkaufen im Internet bei lokalen Bauern. Immer mehr von ihnen bieten ihre Produkte online an. Durch den Einkauf direkt beim Bauern leisten Sie einen Beitrag zum Umweltschutz, da Kosten für die Verpackung und den Weg zum Supermarkt entfallen.

Die Reste zu Mahlzeiten verarbeiten

Aller Vorbereitungen zu trotz entstehen immer wieder Essensreste in Haushalten, weil beispielsweise zu viel zubereitet wurde. In den meisten Fällen landen die Reste in der Mülltonne, was natürlich eine Verschwendung ist.

Für gekochtes beziehungsweise gebratenes Fleisch gibt es immer eine simple Möglichkeit: Je nach Fleischsorte können Köche das Fleisch zu einem Salat verarbeiten. Ebenfalls schmackhaft ist das Fleisch in einem Nudelsalat oder Kartoffelauflauf.

Falls gekochte Pasta übrig bleibt, muss man sie keineswegs wegwerfen. Entweder man isst sie in wenigen Tagen (sie hält bis zu drei Tage im Kühlschrank) oder man friert sie ein. Gekochten Reis kann man wenige Tage später in einer Gemüsepfanne zubereiten oder man bereitet ihn mit einer Gemüsesuppe zu.

Besonders tragisch ist das Wegwerfen überreifer Bananen. Sie mögen durch ihre braune Farbe nicht mehr ansehnlich sein, dafür schmecken sie aber köstlich. Wer einen Mixer besitzt, kann sie mit etwas Kakaopulver und Milch zu einem köstlichen Shake verarbeiten.

Weitere Tipps zur Zubereitung von Resten zu Mahlzeiten gibt es in dieser App vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Sie enthält über 340 Rezepte von bekannten Köchen aus ganz Deutschland.

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