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Zahngesundheit: nützliche Tipps für ein garantiert schönes Lächeln

By : | 0 Kommentare | On : Februar 20, 2015 | Kategorie : Blog, Infos & Hintergründe

Das die Zahngesundheit im direkten Zusammenhang mit unserer Ernährung steht, ist längst kein Geheimnis mehr. Um die Zahnpflege ranken sich viele Mythen, die trotzdem das ein oder andere Fünkchen Wahrheit beinhalten.

Um sich mit diesem wichtigen Thema genauer zu befassen, wurde 1990 der „Tag der Zahngesundheit“ ins Leben gerufen und wird seither jährlich am 25. September zelebriert.

Ein Feuchtbiotop für Bakterien

Lebensmittel, die viel Zucker oder Säure enthalten sind wahre Angreifer für unsere Zahnsubstanz. Aufgrund der Tatsache, dass die Schleimhäute durchgehend Speichel produzieren um die zerkaute Nahrung besser verdauen zu können, ist unser Mund ist ein dauerhaft feuchtes Organ. Doch dieses Feuchtbiotop ist auch gleichzeitig eine hervorragende Brutstätte für eine Vielzahl an Bakterien. Vieler dieser Bakterien setzen sich dann in Form von Plaque ab.

Da die Bakterien aufgrund einer vermehrten Aufnahme von einfachen Kohlenhydraten, wie beispielsweise Fruchtzucker, Milchzucker oder handelsüblicher Zucker, die Kohlenstoffketten verstoffwechseln, entsteht ein saures Milieu im Mund bzw. auf der Zahnoberfläche. Dieses Milieu führt zur Demineralisation der Zahnsubstanz, da Mineralien wie Kalzium und Phosphor herausgelöst werden. Das Resultat: Karies.

Gerade saure Säfte und Speisen beschleunigen diesen Prozess, doch der körpereigene Speichel ist zu einem gewissen Grad in der Lage, als neutralisierender Puffer zu fungieren und den sauren pH-Wert zu steigern.

junge Frau isst einen Apfel

An apple a day keeps the doctor away!

Im Alltag versuchen viele Menschen auf zuckerhaltige Getränke und Speisen wie Limonaden oder Süßigkeiten zu verzichten, doch oftmals werden viele Lebensmittel übersehen, in denen Zucker versteckt ist. Einige Beispiele sind Wein, Fruchtjoghurt und frisch gepresste Säfte. Doch auch Lebensmittel mit hohem Gerbstoffgehalt wirken sich negativ auf die Zähne aus, wie etwa Rhabarber, Schwarztee und Rotwein. Sie erzeugen nicht nur ein pelziges Gefühl im Mund, sondern greifen ebenso den Zahnschmelz an. Oftmals wird deshalb schnell zur Zahnbürste gegriffen, dabei ist das direkte Putzen nach dem Essen nicht förderlich, sondern verschlimmert den Zustand. Spülen Sie sich daher den Mund mit Wasser aus und greifen Sie erst ca. 30 Minuten nach der Nahrungsaufnahme zur Zahnbürste. Besonders förderlich für eine Remineralisation ist Fluorid. Es hemmt das Wachstum der Bakterien, versiegelt die Zähne aufgrund seiner Bestandteile und schließt eventuelle Löcher im Zahnschmelz.

Gesunde Lebensmittel – Gesunde Zähne

Gesundes Frühstück

Ein kalziumreiches Frühstück für den perfekten Start in den Tag.

Um einer Demineralisation entgegen zu wirken, eignet sich auch eine kalziumreiche Nahrung. Milchprodukte, grünes Gemüse, Nüsse und bestimmte Mineralwassersorten versorgen den Körper mit Kalzium. Aufgrund ihrer basischen Eigenschaften wirken sie dem sauren Milieu erfolgreich entgegen. Neben Fluorid und Kalzium steht allerdings auch das Essen an sich im Fokus. Gerade faserige oder körnige Kost ist von Vorteil, da das ausführliche Kauen den Speichelfluss anregt und somit den Zahnschmelz schützt bzw. die Remineralisation unterstützt. Gleiches gilt auch für härtere Lebensmittel wie Äpfel, Karotten oder Kohlrabi. Das Sprichwort „an apple a day keeps the doctor away“ ist nämlich nicht aus der Luft gegriffen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Lebensmittel unschädlich für die Zähne sind, dann achten Sie auf das allseits bekannte Zahnmännchen der Aktion zahnfreundlich e.V. Dieser Verein wurde vor genau 30 Jahren von Medizinern, Zahnärzten, Ernährungsberatern und Wissenschaftlern gegründet, um die Bevölkerung über Ernährung, Zahngesundheit und deren Zusammenhänge aufzuklären. Das dabei eingesetzte Logo gibt den Verbrauchern einen sichtbaren Anhaltspunkt, welche Produkte bewiesenermaßen zuckerfrei und zahnfreundlich sind.

Süssigkeiten

Süßigkeiten: in großen Mengen pures Gift für die Zahnsubstanz

Natürlich sollte man bei der Ernährung grundsätzlich darauf achten, dass diese auch zur jeweiligen Lebensphase passt. Ein Säugling muss verständlicherweise andere Nahrungsmittel zu sich nehmen als ein pubertierender Jugendlicher oder eine hochschwangere Frau.

Oftmals bekommen Babies gesüßte Tees oder verdünnte Säfte, dabei sind diese Getränke mehr als schlecht. Aufgrund des Zuckergehaltes kommt es bei den frischen Milchzähnen zu Karies und so werden die neuen Zähne schon im Anfangsstadium geschädigt. Um solch einen Prozess zu umgehen eignen sich beispielsweise ungesüßte Früchtetees. Trotz vollem Geschmack sind sie frei von Zucker und können die Zähne nicht schädigen. Obwohl kleine Kinder ihre Milchzähne früher oder später verlieren, sollte man sie dennoch gut pflegen um eventuelle Probleme wie faule Zähne im Vorfeld zu vermeiden.
Jugendliche, die bereits ihre 32 bleibenden Zähne besitzen, sollten besonders gut auf ihr Gebiss achten. In dieser Altersklasse werden verhältnismäßig viele Süßigkeiten und Limonaden konsumiert und dabei handelt es sich um reines Gift für die Zahnsubstanz. Die richtige Ernährung und Zahnpflegeprodukte sind gute Anhaltspunkte, um auch im späteren Leben mit einem schönen Lächeln zu glänzen. Sogar Erwachsene und schwangere Frauen können ihre Zahnpflege stets verbessern. Durch die Hormonumstellung im Körper einer schwangeren Frau ändert sich beispielsweise das Essverhalten. Dadurch steigt der Heißhunger und die Gelüste nach Süßigkeiten und Co. Dabei wird nicht nur der Zahnschmelz angegriffen, sondern es kann auch zu Entzündungen kommen. Selbst ein hoher Konsum an gerbstoffhaltigen Getränken wie Schwarztee schädigt die Schutzhülle der Zähne. In welche Lebensphasen Sie bestimmte Lebensmittel benötigen bzw. meiden sollten, erfahren Sie in diesem Artikel von ergodirekt.de.

Bei übermäßigem Konsum empfiehlt es sich, die Zähne gelegentlich professionell reinigen zu lassen und generell tagtäglich gewissenhaft zu pflegen.

Ganz gleich in welcher Lebensphase man sich befindet, die Zahnpflege sollte immer eine wichtige Rolle im Alltag spielen. Wir tragen das Gebiss unser Leben lang und es sollte auch im fortgeschrittenem Alter besonders schön glänzen. Achten Sie auf sich und Ihre Zahngesundheit!

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