Sumach

Sumach (Sumak), auch „Sizilianischer Zucker“ genannt, ist fester Bestandteil der türkischen und orientalischen Küche und kommt aus dem  östlichen Mittelmeerraum. In Westeuropa ist das Gewürz weitestgehend unbekannt, wohingegen Sumach in der Türkei als Tischgewürz auf jedem Familientisch steht. Seit der Antike wird es auch als Medizin und Gewürz genutzt.

Das Gewürz Sumach ist ein wahrer Alleskönner und wird besonders gern zu fettreichen Speisen gereicht und als Alternative für Essig oder Zitronensaft gebraucht (ist jedoch etwas intensiver), um die Gerichte bekömmlicher zu machen.
Das orientalische Gewürz wird aus den roten Steinfrüchten der Sumach Pflanze gewonnen, die getrocknet, geschrotet oder pulverisiert werden. Die kleinen Früchte sind nur 4 bis 7 Millimeter groß, abgeflacht und linsenförmig.

Das umgebende Fruchtfleisch ist ölreich und saftig mit einem fruchtig-sauren Geschmack.  Der Geruch hat eine leicht herbe Essignote, riecht allerdings nicht so intensiv, wie man es vielleicht erwarten würde. Dafür ist der Geschmack umso ausgeprägter.

Die gemahlenen Beeren verarbeitet man nicht in reiner Form. In den Handel kommen sie erst, wenn sie mit Salz verschnitten sind. Das Gewürz kann man jedoch auch ohne Salz kaufen. Achten Sie beim Kauf in jedem Fall auf die Qualität, denn oftmals wird es als minderwertige Ware in asiatischen und türkischen Supermärkten angeboten.

Besonders gut harmoniert das Orient-Gewürz mit Fleischgerichten, Grillfleisch wie Kebab und Fischgerichten, Schmortöpfen, Hülsenfrüchten, erfrischenden Salaten, Zwiebeln, Bohnen oder Joghurt. Außerdem eignet es sich in Kombination mit pikant-fruchtigen Würzmischungen und Kräutern wie Petersilie, Koriander oder Knoblauchflocken. Alles bekommt einfach ein unverwechselbares Aroma. Besonders typisch-orientalischen Minz-Joghurtsaucen verleiht Sumach ein außergewöhnliches säuerlich-fruchtiges Aroma.

Rezepte mit Sumach