Bagasse

Zuckerrohrfeld: Bagasse (Zuckerrohrfasern) entsteht bei Zuckerfabrikation

Was ist Bagasse? Der Begriff fällt häufig, sobald es um Alternativen zu Einweggeschirr aus Plastik geht. Seit Juli 2021 dürfen in der EU bestimmte Einwegprodukte aus Kunststoff, etwa Teller, Besteck, Trinkhalme und Rührstäbchen, nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Doch was genau hat es mit Bagasse auf sich?

Bagasse ist die Bezeichnung für Zuckerrohrfasern. Während der Zuckerfabrikation bilden die faserigen Reste des Zuckerrohrs ein Nebenprodukt (Abfallprodukt), das sich zu Papier, Pappe und Einweggeschirr weiterverarbeiten lässt.

Bagasse: Einweggeschirr aus Zuckerrohrfasern

Aus Bagasse werden unter anderem hergestellt:

  • Verpackungen: (Lunch-)Boxen, (Suppen-)Schalen
  • Teller
  • Becher (für Getränke und Saucen)
  • Deckel (für den Coffee-to-go)

Durch die Weiterverarbeitung wird aus dem Abfallprodukt ein nachwachsender Rohstoff, der im Sinne der Kreislaufwirtschaft genutzt wird.

Bagasse: Ein biobasiertes Material

Im Gegensatz zum erdölbasierten Plastik handelt es sich bei Bagasse um ein biobasiertes Material. In industriellen Kompostierungsanlagen ist Bagasse kompostierbar, da dort bestimmte Temperaturen und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit herrschen.

Bagasse: Eigenschaften von Einweggeschirr aus Zuckerrohrfasern

Geschirr aus Bagasse ist in der Regel:

  • Wasserundurchlässig
  • Fettresistent
  • Hitzebeständig und mikrowellengeeignet
  • Kältebeständig

Das aus Bagasse gefertigte Geschirr ist robust und stabil. Die Hitzebeständigkeit erlaubt es, aus Bagasse auch Becher und Deckel für heiße Getränke herzustellen. Eingesetzt wird es vor allem im Take-Away Bereich und in Gastronomiebetrieben wie Fast-Food-Ketten, Imbissen und Restaurants als Alternative zu Plastik-Einweggeschirr.