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Transfette – gefährliche Verführung?

By : | 0 Kommentare | On : September 2, 2015 | Kategorie : Blog, Infos & Hintergründe

Ein Donut hier, ein Croissant da. Wer nascht nicht gerne mal etwas Leckeres und Fettiges? Dabei sind wir uns gar nicht darüber im Klaren, was wir unserem Körper damit antun. In den meisten Fällen müssen es aber nicht einmal ungesunde Produkte sein. Selbst Lebensmittel aus dem alltäglichen Gebrauch sind davon betroffen.
Die Rede ist von „Transfetten“. Die Einnahme dieser Fettsäuren erfolgt bei uns fast täglich. Eine Gefahr kann man aber ausschließen, solange die Grenze nicht überschritten wird. Man muss also nicht seinen kompletten Ernährungsplan umstellen, um sich vor Transfetten zu schützen. In geringen Mengen fügen Transfette unserem Körper nämlich nichts Bösartiges zu.

Was sind Transfettsäuren?

Transfettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren, die in vielen Lebensmitteln vorkommen. Es ist das perfekte Industrieprodukt: Billig in der Herstellung und zudem noch lange haltbar. Aufgrund dessen findet man Transfette meistens in fettig zubereiteten Produkten. Vor allen Dingen kommen sie vermehrt in Fast Food vor. Sie entstehen innerhalb industrieller Prozesse, insbesondere während pflanzliche Öle gehärtet oder erhitzt werden. Transfettsäuren kommen zudem auch in natürlichen Lebensmitteln vor. Ein gutes Beispiel sind Kühe. Die Wiederkäuer setzen diese während des Kauens in ihrem Verdauungstrakt frei.
Das führt dazu, dass wir Transfette auch in alltäglichen Produkten wie zum Beispiel Milch, Rinder- oder Schafsfleisch wiederfinden.

Warum sind Transfette negativ?

Transfette wirken sich negativ auf unsere Gesundheit aus. Besonders wenn die Zunahme von hauptsächlich fettigen Produkten in unkontrollierbaren Maßen geschieht. Ab einer gewissen Menge wirken sich Transfettsäuren nachteilig auf die Blutwerte aus und steigern somit den Cholesterinspiegel. Wie die Zeit in ihrem Artikel zum Thema erklärt, steigt bei einer täglichen Zufuhr von mehr als 2 Prozent an Transfettsäuren der Wert von LDL-Cholesterol. Während der Wert ansteigt, sinkt der HDL-Cholesterol Wert. Dieser ist für eine schützende Wirkung in unserem Körper verantwortlich. Es leitet das Cholesterin zur Leber und hilft somit dem Körper, es wieder zu entfernen. LDL-Cholesterol ist jedoch schädlich, da es sich in den Arterien ablagert und diese dadurch verstopfen kann.
Das erhöht somit das Risiko an Herz- und Kreislaufkrankheiten zu erkranken.

Muss ich mir Sorgen machen?

chipsNun werden sich viele die Frage stellen: Muss ich mir Sorgen machen?
Laut Spiegel Online müssen sich Einwohner in den USA und einigen anderen Ländern, wie zum Beispiel Dänemark oder in der Schweiz, ganz grundsätzlich keine Sorgen mehr machen. Dort werden in den kommenden 3 Jahren Transfettsäuren aus allen Lebensmitteln verbannt. In New Yorker Restaurants und Bäckereien herrscht bereits jetzt schon das Verbot: Keine ungesunden Fettsäuren bei der Zubereitung verwenden. Bei uns in Deutschland gibt es nur wenige Einschränkungen. Es dürfen zum Beispiel in Produkten wie Babynahrung keine Fettsäuren vorkommen, denn somit würden sie kleinen Kindern schon in der frühen Entwicklung Schaden zufügen. Die Pressesprecherin der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) Antje Gahl behauptet, dass die meisten Einwohner Deutschlands jedoch ohnehin weniger Transfettsäuren zu sich nehmen, als der Tagesbedarf erlaubt. Deswegen gibt es auch keinen Grund diese hier gesetzlich zu verbieten.
Wer sich dennoch schützen möchte, sollte beim Kauf einen Blick auf die Inhaltsangaben werfen. Weisen diese gehärtete Fette auf, bzw. pflanzliches Fett welches zum Teil gehärtet ist, sollte man dieses Produkt nur in Maßen genießen – und es sich beim nächsten Mal zwei Mal überlegen, bevor man zu Produkten wie Pommes, Popcorn, oder Donuts greift.

Fazit: Extremer und dauerhafter Verzehr von Transfettsäuren kann Ihrer Gesundheit schaden. Dies passiert in Form von einer Herz- oder Kreislaufkrankheit. Was in der USA und andern europäischen Ländern bereits verboten ist, wird hierzulande noch in Maßen gegessen. Deshalb läuten in Deutschland noch nicht die Alarmglocken bei Produkten, wie Donuts, Margarine, oder Fast Food.

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