Saisonkalender Januar
Kalt, grau und geplagt von Erkältungsviren. Nichts könnte den ersten Monat im Jahr besser beschreiben. Doch der Januar hält auch viele gesunde und heimische Obst- und Gemüsesorten parat, um das menschliche Immunsystem zu unterstützen und für den Frühjahr zu stärken. Zum saisonalen Gemüse gehören Champignons, Chicoreé, Grünkohl, Rosenkohl, Schwarzwurzel und Steckrüben. Auch der allseits beliebte Feldsalat wächst und gedeiht. Da die meisten Obstsorten warmes und sonniges Wetter präferieren, lassen sich keine frischen Früchte finden. Äpfel, Nüssen und Orangen werden zwar überdurchschnittlich viel verkauft, kommen in dieser Zeit jedoch nicht aus einheimischem Freilandanbau. Diese werden entweder importiert oder stammen aus der Ernte vom vorherigen Herbst.
Der Saisonkalender für Januar hilft Ihnen bei der Auswahl heimischer Gemüsesorten. So behalten Sie stets den Überblick.
Champignons
Die Behauptung, dass kultivierte Pilze geschmacklich minderwertiger seien, stimmt nicht. Es gibt ihn in weißer und in brauner Färbung und der Ursprung liegt am Ausgangspunkt der Züchtung. Bei den Braune handelt es sich um ‚Waldchampignons‘ und bei den Weißen um ‚Wiesenchampignons‘. Auch geschmacklich unterscheiden sich diese 2 Varianten, denn der braune Champignon entfaltet einen etwas kräftigeren und nussigen Geschmack.
Chicoreé
Chicorée zählt als typisches Herbst-/Wintergemüse. Die Pflanze an sich besteht aus 2 Teilen: der im Boden wachsenden Rübe bzw. Knolle und der überirdisch blühenden Knospe. Letzteres wird zum Verzehr verwendet. Die Blätter sind gelblich-weiß und werden oftmals in Form von Rohkost-Salat oder leicht angedünstet konsumiert.
Chicorée ist ein kalorienarmes Gemüse. Es ist reich an Nährstoffen wie Vitamin B1, B2 und C und eignet sich daher besonders gut als stärkendes Lebensmittel in den kalten Wintermonaten. Aufgrund des leicht bitteren Geschmack, wird die Knospe gerne mit aromatischen Zutaten wie Orangen kombiniert. Grund für den bitteren Geschmack ist das Lactucopikrin, ein Bitterstoff, der sowohl Gallenblase als auch Bauchspeicheldrüse anregt. Daher ist das Gemüse besonders gut als Unterstützung für den Verdauungsapparat.
Grünkohl

Einer der Hauptgründe für die Beliebtheit von Grünkohl liegen vermutlich im Geschmack. Aufgrund von Frost wird Stärke in Zucker umgewandelt und sorgt somit für ein süßliches Aroma. Zudem zählt Grünkohl als Kohlsorte mit dem höchsten Eiweiß- und Vitamin C-Gehalt. Weiteren Ballaststoffen wie Magnesium und Eisen machen aus dem grünen Gemüse eine wahre Gesundheitsquelle. So kann sich der Körper gestärkt dem kalten Winter stellen.
Schwarzwurzel
Schwarzwurzel wird erst seit dem frühen 17. Jahrhundert als Lebensmittel verwendet. Vorher kannte man die Wurzel nur als Heilpflanze, die besonders in Zeiten der Pest eine vielseitige Verwendung genoss. Heutzutage hat sich das Gemüse weitestgehend in den deutschen Küchen etabliert. Geschmacklich ähnelt Schwarzwurzel an milden Spargel, weswegen die Pflanze auch „Spargel des armen Mannes“ genannt wird.
Schwarzwurzel ist nicht nur reich an Nährstoffen wie Kalium, Eisen und Folsäure, sondern auch tückisch in der Zubereitung. Die Wurzel sollte daher stets mit Handschuhen geschält werden, da sich das weiße Fleisch rasch schwarz verfärbt. Um der Färbung entgegen zu wirken, sollten Sie die geschälten Stücke schnell in Essigwasser einlegen.
Rosenkohl

Obwohl die Röschen relativ klein sind, im Gegensatz zu ihren Verwandten, enthalten sie ein sehr dominantes Kohl-Aroma, welches entweder geliebt oder gehasst wird.
Rosenkohl hat mit rund 380 mg / 100 g einen relativ hohen Kalium-Gehalt. Dieses Mineral ist essentiell für den menschlichen Körper, denn es reguliert den Zellwachstum und auch die Stabilisierung des Bluthochdrucks. Das kleine Gemüse kennen wir hauptsächlich in grün, doch es gibt auch Rosenkohl in violetter Färbung. Die Farbe löst sich beim Kochen leider heraus und auch geschmacklich ist kein Unterschied beider Sorte festzustellen.
Steckrüben
Steckrüben erfreuen sich hierzulande keiner großen Beliebtheit. Während in Nord- und Osteuropa die kleine, gelbliche Knolle als beliebte Energiequelle dient, landet sie in Deutschland eher selten auf dem Teller. Grund dafür liegt vermutlich im „Steckrübenwinter“ im Jahre 1916. Aufgrund vieler Faktoren mussten die Rüben als letze Nahrungsreserve der gesamten Bevölkerung verwendet werden. An sich ist die Knolle eine gute Kohlenhydratquelle und dennoch kalorienarm aufgrund des hohen Wassergehaltes.
Steckrüben sind mit Kohlrabi verwandt und haben einen leicht süßlichen Geschmack. Abgesehen davon, ist das Gemüse relativ arm an Eigengeschmack, aber die Rübe besitzt die Eigenschaft, jegliche Aromen anzunehmen. Indem beispielsweise Äpfel mit Steckrüben püriert werden, erhält man ein aromatisches Apfelmus, ohne eine große Menge an Äpfeln verwenden zu müssen.
Feldsalat

Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Gelingen und guten Appetit!

verfasst von Maria Kuchler on 25/01/2019
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