Vegetarisch gefüllte Schmorgurken
Rezept
2014-10-16
Von Fritz Grundmann, Küchenmeister
- Vorbereitung15 Min.
- Kochzeit25 Min.
- Gesamt40 Min.
- NiveauLeicht
- pro Portion239 kcal
Hinter dem Begriff der Schmorgurken verbergen sich im Grunde ganz gewöhnliche Freilandgurken, die kurz und dick gewachsen sind. Sie sind nicht bei jedem Discounter erhältlich, dafür hat man relativ gute Chancen beim Vollsortimenter sowie türkischen Gemüsehändlern. Vorwiegend im Handel zu finden sind sie in ihrer Hauptsaison, dem August, sowie davor im Juli und danach im September.
Im Grunde ist dies ein saisonales Rezept, da wir hier verstärkt auf die Zugabe von Pilzen setzen: Pfifferlinge, Shiitake, Steinchampignons.
Dadurch wird das Schmorgurken Rezept auch interessant für Menschen die sich überzeugt vegetarisch ernähren.
Zubereitung
6 Schritte
Schritt 1
Zunächst den Backofen auf 180° Celsius vorheizen.
Schritt 2
Die Gurken schälen und in ganzer Länge halbieren. Die Kerne mit einem Teelöffel herauskratzen und die Gurken in eine ausreichend große ausgebutterte Auflaufform setzen
Etwas mit Salz und Pfeffer würzen.Schritt 3
Die Pilze in einer Stielpfanne mit Butter anbraten, etwas Farbe nehmen lassen.
Zeitversetzt die Zwiebeln und die Lauchzwiebeln dazu geben, 2 Minuten miteinander braten – schmoren.
Ganz kurz die Tomatenwürfel und die Petersilie unter schwenken, salzen, pfeffern, alles gleichmäßig in den Gurken verteilen.Zeitangabe: 2 Min.
Schritt 4
Etwas Gemüsebrühe angießen und für 15-20 Minuten auf die mittlere Schiene des Backofens geben.
Nicht zu weich werden lassen, „bissfest“ halten.Zeitangabe: 15–20 Min.
Schritt 5
Danach den Schmorfond abgießen und mit der Sahne und Crème fraîche auf die benötigte Menge einkochen.
Pikant nachschmecken, evtl. leicht mit Speisestärke binden.
Kurz vor dem Servieren die Schnittlauchbutter unterrühren oder mit dem Stabmixer aufschäumen.Schritt 6
Dazu schmeckt Kartoffelstampf, Kartoffelpüree, gebutterte Dillkartoffeln oder auch ein trockener Reis.
Schmorgurken und der bittere Beigeschmack
Wer des Öfteren mit Gurken in der Küche arbeitet, der kennt sicherlich das Phänomen der auftretenden Bitterkeit und der damit teilweise vollständigen Ungenießbarkeit der Gurke. Verantwortlich dafür, dass unsere Geschmacksnerven diese Bitterkeit empfinden, ist Cucurbitacin. Es ist ein Bitterstoff, der in Extremfällen einen sofortigen Krankenhausbesuch erforderlich macht. Überwiegend enthalten ist er in den Enden der Schmorgurken.
Daher auch die allgemeine Weisheit Gurken immer von der Mitte nach außen zu schälen, ganz einfach aus dem Grund um bestimmen zu können, ab wo ungefähr die Bitterkeit spürbar zunimmt. Schält man von außen nach innen, zieht man unter Umständen die Bitterstoffe in die unbelasteten Teile der Gurken, womit diese vollends ungenießbar werden.
Die Bitterkeit lässt sich durch kurzes Antesten mit dem Finger und Zunge bestimmen. Sehr bittere Gurken sollten Sie wegen des Cucurbitacins nicht essen.
Schmorgurken – Auf die Größe kommt es an
Sicherlich wichtig und ein entscheidender Punkt für bitterfreie Schmorgurken, ist die Vermeidung möglicher Wachstumsstörungen z.B. durch zu wenig Feuchtigkeit und Nährstoffen. Dann bleiben die Gurken hinter ihrer normalen Größe zurück und dementsprechend ist auch weniger Volumen vorhanden, auf das sich die Bitterstoffe ausbreiten können. Es kommt also zu vermehrter Konzentration.
Nährwertangabe
Informationen pro Portion:
Automatisch aus den Zutaten berechnet (Näherungswerte).
-
Kalorien (kcal)
239 -
KH (g)
28 -
Fett (g)
14 -
Eiweiß (g)
6,3 -
Ballast (g)
7,8
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