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Onsen – Eier

Seit Jahrhunderten garen viele Japaner ihre Hühnereier in den heißen Quellen, den so genannten Onsen.
Anders als üblich gekochte Eier, garen sie dabei in der Regel rund eine Stunde, bei Temperaturen zwischen 60 und 70 °C, wodurch sowohl das Eiklar wie die Dotter nur leicht gerinnen und eine gleichmäßig wachsweiche Konsistenz erhalten.
Je nach Quelle nehmen sie einen mehr oder weniger salzig – schwefligen Geschmack an und sollen sensorisch so ziemlich alles übertreffen, was man mit einem Hühnerei sonst noch anzustellen kann. (Einen geschulten Gaumen vorausgesetzt)

Das Eigelb gerinnt ab 65° C – 68° C, das Eiklar ab ca. 62 ° C , stockt aber erst ab etwa 75° C.
Das Ei gart dadurch gewissermaßen von innen nach außen.
Es nimmt so eine cremige – formbare, aber nicht bröselige Konsistenz an, die mit keiner anderen Zubereitungsart erreicht wird.

Mit der Verbreitung der Niedrigtemperaturmethode in der westlichen Gourmet-Küche wurde auch die Zubereitungsart des Onsen – Eis übernommen und erfreut sich zunehmend großer Beliebtheit in Sternerestaurants.