Giersch / Geißfuß

Dieser Trivialname bezieht sich auf die Gestalt der Blätter, die an einen Ziegenfuß erinnern. Fanden in alter Zeit in der Volksmedizin Verwendung, zur Linderung von Schmerzen wie Rheumatismus und Gicht. Liebt stickstoffreiche Böden und tritt häufig in Gärten, schattig-feuchten Gebüschen und Wäldern auf. Gilt aber bei Gärtnern als ein lästiges „Unkraut“; er breitet sich wuchernd aus und lässt sich wegen seiner unterirdischen Triebe nur schwer bekämpfen. Im Mittelalter, aber auch in neuerer Zeit wurde Giersch, sowohl als Gemüse wie auch als Heilpflanze eigens angebaut. Andererseits ist Giersch ein wohlschmeckendes Wildgemüse, kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden. Erinnert in Geruch und Geschmack an Spinat und ein wenig an Petersilie. Enthält viel Kalium, Vitamin C, Karotin und Eisen, während der Weltkriege diente der Giersch vielen Menschen die Vitaminzufuhr. Als Salat eignen sich, wie bei anderen Wildpflanzen auch, vor allem die ganz jungen, kaum entfalteten Blätter, die in Aufstriche, Aufläufe, Suppen oder Tee gegeben werden. Die Blätter werden dann vergleichbar dem Blattspinat gekocht bzw. gedünstet Wenn die Pflanze schon älter ist, sind die Blätter für einen schmackhaften Salat zu grob. Sie eignen sich dann aber nach wie vor zum Kochen, etwa für Aufläufe oder als Tee.

 

 

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