Maniok

Ist wegen ihrer stärkehaltigen Wurzelknollen meisten in lateinamerikanischen Ländern weit verbreitet. Die Verwendung der Knollen als Nahrungsmittel geht auf die Ureinwohner Südamerikas zurück, die die Pflanzen schon früh im tropischen Amerika verbreiteten. Maniokmehl kann ähnlich wie Weizenmehl verwendet werden. Traditionell werden die Knollen geschält, zerrieben oder geraspelt, eingeweicht und nach einem Trocknungsprozess in Öfen geröstet. Ein Nebenprodukt der Herstellung von Maniokmehl ist Stärke, die in Brasilien Polvilho, bzw. nach dem Rösten Tapioka genannt wird. Maniok spielt auch als Stärkelieferant für die Fermentationsindustrie eine Rolle. Verwendet werden hauptsächlich die Wurzelknollen, gelegentlich auch die Blätter als Gemüse. Maniok wird ähnlich wie Salzkartoffeln zubereitet und als Beilage serviert. Sie können auch nach dem Kochen frittiert werden und ähnelt dann Pommes frites zubereitet werden. Ein vor allem in Peru äußerst beliebtes Gericht ist Yuca á la Huancaína; frittierte Yuquitas, die es dort bei allen großen Fastfood - Ketten als Snack gibt. Menschen mit Allergien gegen Weizen und andere Getreide verwenden deshalb häufig Maniokmehl als Ersatz. Die frische Wurzel wird auch als Heilmittel bei Geschwüren benutzt, die Samen einiger Sorten wirken abführend und Brechreiz erregend. Ein großes Potenzial wird Maniok für die Bioethanolproduktion beigemessen.

 

 

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